Was sind meine Stärken

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„Was sind Ihre Stärken?“ – Das ist eine beliebte Frage in Vorstellungsgesprächen. Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Verantwortungsbereitschaft, Eigeninitiative, Kommunikationsstärke und vieles mehr können Schlagworte sein, die für die neue Stelle eine Bedeutung haben.

Eigentlich sprechen wir im Rahmen eines Bewerbungsgespräches dann auch von Schlüsselkompetenzen, bestimmten Fähigkeiten, die für die Ausübung einer bestimmten Stelle unbedingt von Nöten sein müssten.

Noch viel wichtiger als fürs Bewerbungsgespräch ist es aber für unsere persönliche Zufriedenheit, dass wir unsere Stärken kennen. Denn nur dann können wir beruflich langfristig erfolgreich und damit auch glücklich sein.

Viele Menschen kennen ihre wahren Stärken nicht und sind deshalb in einem unpassenden Beruf oder im falschen Unternehmen oder auf einer für sie nicht geeigneten Position. So können sie ihre Stärken nicht ausspielen – mangelnder Erfolg und ein unbefriedigendes Berufsleben sind die Folgen.

Wir zeigen Wege auf, wie Sie Ihre persönlichen Stärken finden können. Sie werden sehen: Die eigenen Stärken aufzudecken, ist schnell möglich und hilft Ihnen langfristig in Job, Freundschaften und Beziehungen.

 

Persönliche Stärken entfalten

Was sind Stärken eigentlich genau?

Persönliche Stärken sind Talente, Kompetenzen und Potenziale die bei einem Menschen im Vergleich zu anderen stärker ausgeprägt sind.

Sie können sich als Gedanken, Fertigkeiten oder Verhaltensweisen zeigen. Da Stärken auch Talente umfassen, können sie in uns angelegt sein oder als Fertigkeiten und Kompetenzen im Laufe des Lebens erworben worden sein. 

Als Stärke bezeichnen wir streng genommen ein Verhalten, welches wir beobachten können und vor allem im Vergleich zu anderen Handlungen als Stärke oder Schwäche wahrnehmen. In unserem Verständnis sollte dann aus dem Wort “Stärke” das Wort “Kompetenz” werden, da wir Talente nicht entwickeln können, sie sind größtenteils “angelegt”, müssen nur den Raum dazu finden, sich zeigen zu können. Ähnlich ist es übrigens mit Kompetenzen:

Kompetenzen müssen sich zeigen dürfen – ein Unternehmen muss quasi eine fruchtbare Erde dafür bereithalten, dass die Potentiale von Mitarbeitern überhaupt nutzbar werden können.

Menschen müssen auch wollen: “Motivation” und “Spaß” empfinden, um Ihre Kompetenzen zu zeigen. Voraussetzung für all dies ist das “zeigen können”: Kompetenzen zeigen sich nicht ohne Wissen –  aber:  

Zwei Menschen können eine identische Ausbildung durchlaufen und dennoch unterschiedliche Stärken haben – dementsprechend würden sie auch auf unterschiedlichen Positionen oder in unterschiedlichen Aufgabenfeldern glücklich und erfolgreich werden.

 

Welche Stärken gibt es?

Persönliche Stärken lassen sich grob unterteilen in

  1. allgemeine persönliche Skills (z. B. Lernbereitschaft, Organisationstalent, Kritikfähigkeit, Leistungswille) und
  2. fachliche Stärken (z. B. mathematisches oder technisches Verständnis, Geschicklichkeit, Kreativität, Empathie).

Schon aus den wenigen hier genannten Beispielen lässt sich ablesen, wie wichtig es ist, dass wir einen Beruf ausüben, der unseren Stärken entspricht. Ein Krankenpfleger beispielsweise muss nicht mit technischem Verständnis glänzen – ohne Empathie aber wird er seine Aufgaben nicht gut erfüllen können. Eine Sachbearbeiterin mit hoher Verantwortungsbereitschaft wird vermutlich hinter den Aktenbergen nicht glücklich. Und ein Manager, der zwar sehr sorgfältig ist, aber keine Problemlösungskompetenz und Zielorientierung mitbringt, wird wenig Erfolg haben.

Das Tolle ist: Es gibt keinen Menschen ohne persönliche Stärken. Der Krankenpfleger wird vielleicht in einem Kfz-Betrieb Zufriedenheit finden, die Sachbearbeiterin könnte eine Führungsposition anstreben und der Manager wird vielleicht in einem ganz anderen Berufsbild mit weniger Verantwortung mehr Erfolg haben. Deshalb ist es im Laufe eines erfolgreichen Berufslebens so wichtig, sich immer wieder zu hinterfragen: „Was sind meine Stärken, was zeichnet mich aus?“

 

Qualifikationen und Kompetenzen – der Unterschied

Qualifikationen sind nachweisbare Kenntnisse und Fähigkeiten, die wir gut mit Zeugnissen und Bescheinigungen belegen können: Formale Abschlüsse dokumentieren einen bestimmten Wissensstand bei Aus- und Weiterbildungen – anhand eines Stichtages und wohlmöglich durch Reproduktion von Wissen.

Über unsere Kompetenzen geben diese Dokumente wenig Aufschluss. Kompetenzen schließen Qualifikationen und Wissen ein, lassen sich aber nicht darauf reduzieren. Kompetenzen haben das Handeln von Menschen, das aus ihren Werten und Beweggründen gespeist wird, im Fokus. Und seit die Digitalisierung all unsere Lebensbereiche grundlegend verändert hat, werden Qualifikationen im Vergleich zu Kompetenzen weniger wichtig. Motivationen, Verhaltensbereitschaften, Werte, Innovations-, Anpassungs- und Umsetzungsfähigkeit rücken dagegen weiter in den Vordergrund. 

Insofern sollte die klassische Vorstellungsgesprächsfrage „Wo liegen Ihre Stärken?“ in die Frage nach den Kompetenzen verändert werden. Viele Unternehmen haben das erkannt und ermitteln im Bewerbungsprozess berufliche Stärken in einem Test.

 

Warum kennen die meisten Menschen ihre Stärken nicht?

Leider sind Schule, Ausbildung und Universität allzu oft nicht darauf ausgelegt, persönliche Stärken zu identifizieren – geschweige denn zu fördern. Der Fokus liegt stark auf dem, was noch nicht gut genug klappt, was verbessert werden muss. 

Die antrainierte übertriebene Selbstkritik führt zu einem verzerrten Selbstbild. Junge Menschen bekommen eher einen Eindruck davon, worin sie fehlerhaft sind, als was sie von Haus aus gut können und was ihnen leichtfällt.

Das wird oft vom Elternhaus noch verstärkt: Wer als Kind und Jugendlicher immer vermittelt bekommt, nicht gut genug zu sein, wird kaum ein starkes Selbstbewusstsein entwickeln und stolz auf seine Stärken blicken können.

Besonders betroffen sind Mädchen, die viel Wert auf Harmonie in ihrer Peer Group legen. Wer eigene Stärken betont, könnte für arrogant gehalten werden, deshalb halten sich vor allem Mädchen lieber zurück – aus Angst, an Beliebtheit zu verlieren. Mädchen sind noch immer mehr als Jungen gefährdet, ihre eigenen Stärken unterzubewerten.

 

Qualifikationen können vermeintlich leichter gemessen werden

Stärken sind schwerer zu ermitteln als Qualifikationen. Für Qualifikationen gibt es Bescheinigungen, Bewertungsskalen, Zeugnisse. 

Ein Einser-Abi ist besser als ein Dreier-Abi. Ist deshalb aber der Schulabgänger mit der Note 3 weniger für ein bestimmtes Unternehmen oder einen bestimmten Beruf geeignet? Womöglich nicht! Vielleicht bringt gerade er die Kommunikationsfähigkeit, die Belastbarkeit, die Empathie oder die Kreativität mit, die an genau dieser Stelle gebraucht werden.

 

Was uns leichtfällt, fällt uns nicht auf

Viele Menschen erkennen ihre Stärken einfach deshalb nicht, weil es uns als selbstverständlich erscheint, dass uns bestimmte Dinge leicht von der Hand gehen. Es kann aber sein, dass genau hier ein Schlüssel zu einer unserer Stärken liegt.

 

Die Folge: unglücklich und erfolglos auf der falschen Stelle

Die Folge? Schulabgänger und Absolventen bewerben sich auf Stellen, ohne zu wissen, wo sie ihre persönlichen Talente und Kompetenzen am besten einsetzen können. 

Ob sie so in einem Beruf landen, der sie zufrieden macht und in dem sie ihre Potenziale voll entfalten können: ein Glücksspiel. „Was sind meine Stärken?“ – gerade für die Berufswahl am Anfang der Karriere eine ganz entscheidende Frage.

Erfreulicherweise gibt es erprobte und auch wissenschaftlich validierte Wege, um seine Stärken zu erkennen und sich den eigenen Kompetenzen gemäß zu entwickeln.

 

So finden Sie Ihre Stärken heraus

„Was kann ich besonders gut?“ – Das ist die Leitfrage. Machen Sie sich im ersten Schritt bewusst, dass Sie Stärken haben, über die andere nicht oder nicht im gleichen Maß verfügen. 

Das ist oft leichter gesagt als getan, weil wir es gewöhnt sind, den Blick auf das zu lenken, was verbessert werden muss. Wenn wir unsere Stärken herausfinden wollen, fokussieren wir uns aber ganz bewusst auf das, was uns leichtfällt.

 

Sie verstehen nicht, warum andere manche Dinge nicht hinbekommen?

Sicher kennen Sie aus dem Berufsleben, dem Freundeskreis oder dem Studium die Situation, dass Sie manchmal gar nicht verstehen können, warum jemand eine bestimmte Aufgabe aus Ihrer Sicht so mangelhaft erledigt, warum jemand so unstrukturiert lernt, warum jemand den Anforderungen vor oder in Prüfungssituationen nicht gewachsen zu sein scheint, warum der Eine nur allein lernen kann und der Andere nur in Gruppen… 

Gehen Sie diesem inneren Verwundertsein aufmerksam nach – darin können Fingerzeige zu Ihren persönlichen Stärken liegen!

„Er hat allen Ernstes dem Kunden schon wieder nicht in der angegebenen Frist geantwortet!“ – Wenn Sie dies leicht aus der Fassung bringt und dieses Verhalten für Sie überhaupt nicht in Frage kommt, zählt wahrscheinlich Zuverlässigkeit zu Ihren Stärken.

„Wie kann man nur so viele verschiedene Sachen auf dem Desktop ablegen statt sie ordentlich zu sortieren?“ – Sie tun sich mit dem Chaos Ihres Freundes schwer? Dann sind Sie wahrscheinlich ein Organisationstalent und können Dinge in klare Strukturen bringen.

 

Nähern Sie sich mithilfe konkreter Fragen an!

Apropos Strukturen: Gliedern Sie die Frage „Wie finde ich meine Stärke heraus“ in mehrere untergeordnete Fragen, um genauere Antworten zu erhalten. Die Fragen können zum Beispiel lauten:

  • Was macht mir Spaß? Was mache ich in meiner Freizeit gern?
  • Was motiviert mich?
  • Was waren meine größten Erfolge?
  • Was hat mir geholfen, diese Erfolge zu erzielen?
  • Wie reagiere ich auf Herausforderungen?
  • Wie gehe ich mit Konflikt- und Streitsituationen um?
  • Wie verhalte ich mich in neuen und ungewohnten Situationen?
  • Wie belastbar bin ich? Was bedeutet für mich Stress? Wie gehe ich damit um?
  • Rede ich gern – auch vor anderen? Oder höre ich lieber zu?

 

Der Blick von außen

Und trotz aller Hilfestellungen tun wir uns oft in der Selbstanalyse schwer. Der berühmte Blick von außen kann helfen: Stellen Sie einigen Personen aus Ihrem engen Umfeld diese und ähnliche Fragen mit der Bitte um eine offene und ehrliche Einschätzung. 

Wenn Fremd- und Selbstbild übereinstimmen, haben Sie schon wieder eine weitere Stärke von sich entdeckt: Sie haben eine realistische Selbsteinschätzung. Gehen Fremd- und Selbstbild auseinander, nehmen Sie es als Material für die Selbstreflexion dankbar an.

Das Problem mit solchen Fremdeinschätzungen: Meist kommen sie aus unserem privaten Umfeld. Im Berufsleben nehmen wir aber eine andere Rolle ein. Freunde und Familienmitglieder können Ihr professionelles Auftreten nur schwer einschätzen, weil Sie privat wahrscheinlich ein wenig anders auftreten.

 

Professionelle Unterstützung

Ein spezialisierter Coach verfügt nicht nur über Menschenkenntnis und die Fähigkeit, Ihre offensichtlichen und verborgenen Stärken zu identifizieren. Er kann sie auch wertschätzend kommunizieren. Und: Im Coaching erhalten Sie Zugang zu wissenschaftlichen Methoden wie z. B. der Kompetenzanalyse, die Ihnen ganz neue Möglichkeiten eröffnen können.

 

Test um Ihre persönlichen Stärken herauszufinden

Sie möchten mehr Zufriedenheit und mehr Erfolg im Beruf? Beides hängt eng zusammen, denn das, was uns zufrieden macht, fällt uns leicht. Darin sind wir besonders gut, und das führt zu langfristigem Erfolg.

Zugegeben: Die herkömmliche Einschätzung von Bewerbern nach per Zeugnissen belegten Qualifikationen war einfacher. Ob sie immer zu perfekten Matches von Stelle und Kandidat geführt hat, bezweifeln wir stark. 

In der digitalisierten Arbeitswelt, die von Dynamik, sich verändernden Rahmenbedingungen und Unsicherheit geprägt ist, scheint sie vollends ins Hintertreffen zu geraten. Was Führungskräfte und deren Führungskompetenz, Personaler und letztendlich auch die Mitarbeiter selbst brauchen, ist eine transparente und valide Einschätzung der individuellen Stärken.

In unserer Kompetenzanalyse machen wir die Momentaufnahme und finden gemeinsam heraus, wo Ihre Stärken liegen und wie Sie sie nutzen können. Rufen Sie uns gerne für ein unverbindliches Erstgespräch an oder schreiben Sie uns eine Mail und wir melden uns bei Ihnen.

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Lassen Sie uns sprechen!

Machen Sie sich oder ihr Team für ein agiles Arbeitsumfeld fit!

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